Die Walter-Lübcke-Schule als Institution hat eine Petition verfasst, in der sie sich an den Hessischen Landtag wendet, um gegen die Abschiebung der Schülerin Katia Kheder sowie ihrer Familie zu protestieren. Diese Petition an den Hessischen Landtag wurde inzwischen auf den Weg gebracht.

Wir möchten weiterhin die Mitglieder der Schulgemeinde sowie alle hilfsbereiten Menschen bitten, sich an unserer Initiative zu beteiligen. Hierfür einfach eine der beiden unten stehenden Vordrucke der Petition herunterladen, personenbezogene Daten eintragen und postalisch oder per Fax an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtages schicken.

Inzwischen haben uns auch sehr viele Solidaritätsadressen zur Rückholung unserer Schülerin und ihrer Familie aus Bulgarien erreicht, es gab auch zahlreiche Nachfragen zu konkreten Unterstützungsmöglichkeiten. Familie Kheder ist in Sofia in einer Pension und hat Kontakt zum Klassenlehrer, zum Sozialarbeiter und zu Freunden in Wolfhagen (dazu befindet sich unten auf der Seite auch ein Beitrag, der am 11. April 2021 in der Welt am Sonntag veröffentlicht wurde). Durch eingegangene Spenden konnte für die nächsten Wochen die Unterbringung zunächst finanziert werden.

Wenn Sie uns hierbei finanziell unterstützen möchten, wären wir für eine Spende an den Sozialfonds unseres gemeinnützigen Schulvereins sehr dankbar. Durch den direkten Kontakt zu Familie Kheder wird sichergestellt, dass die Familie die benötigte Unterstützung auch erhält. Diese Form der Unterstützung wäre eine große Hilfe!

Falls neben der Unterstützung durch die Petition auch die Bereitschaft zu einer Spende bestehen sollte, können Sie dafür folgende Kontoverbindung nutzen:

Schulverein der Walter-Lübcke Schule e.V.
IBAN DE36 5205 0353 0011 8235 93
Stichwort: Hilfe für Katia

Wir stehen im täglichen Kontakt zur Familie und Katia nimmt online am Unterricht ihrer Klasse teil – unten finden Sie ein Bild, das Katia und ihre Mitschüler im digitalen Klassenraum zeigt.

Im Namen der gesamten Schulgemeinde der Walter-Lübcke-Schule bedanke ich mich für Ihre Hilfe und Solidarität. 

Mit freundlichen Grüßen
Ludger Brinkmann

Beitrag zum Schicksal der Familie Kheder in der
Welt am Sonntag vom 11. April 2021

(16) Kommentare

  • Klaus Theune 30. März 2021 @ 19:33

    Die Abschiebung verstößt in erheblichen Maße gegen die UN-Kinderrechtskonvention, missachtet die Botschaft Walter Lübckes und ist einfach nur eines: Grausamkeit gegen Kinder und Heranwachsende, die sich nicht wehren können. Ich fordere die Behörden in einem der reichsten Länder der Erde auf, ihre Entscheidung zu überdenken und zu revidieren.

  • Riedel Ines 31. März 2021 @ 11:48

    Unser christliches Abendland! Wie christlich sind wir eigentlich, wenn wir unbescholtene Flüchtlinge, die gut integriert sind, die deutsche Sprache gelernt haben und dazu noch eine Ausbildungsstelle gefunden haben, in einer Nacht – und Nebelaktion wie Verbrecher abführen? Grausam, brutal! Wer kann so etwas anordnen?
    Dieser Eingriff ist umso unverständlicher, wenn man liest, wie wenig hart bei bekannten Persönlichkeiten bei kriminellem Verhalten vorgegangen wird.
    Ich bin tief enttäuscht von unserem Land, das auf christliche Nächstenliebe aufgebaut sein sollte. Alles nur Worte???
    Mit aller Kraft, hoffe ich auf einen guten Ausgang für die Familie.
    Ines Riedel

    • Dieter Schrader 2. April 2021 @ 22:11

      Liebe Ines, du schreibst mir aus der Seele!

  • Popovici Cristian 2. April 2021 @ 16:13

    Katia ist eine sehr gute Person wir habe daz zusammen gemacht und sie war eine sehr gute Schülerin wir sind immer noch freunde seit 3 jahren schon und ich vermisse sie immer noch.

  • Sabine Hünlich 8. April 2021 @ 20:02

    Ich habe heute Eure Hintergrundstory von der Familie Kheder gehört in der Hessenschau!
    Wir können froh sein,dass wir motivierte junge Menschen in Deutschland bekommen,die ausnahmsweise nicht studieren ,sondern sich investieren und zu Handwerk und Altenarbeit ausbilden lassen.
    Das sollte unser deutscher Rechtsstaat endlich mal verstehen,vorallem wie fies ist es denn,einfach nachts Menschen weg zu packen,das sind doch keine Tiere 😥
    Walter Lübcke hat sich eingesetzt für Flüchtlinge und das sollten doch die Stadtpolitiker in Kassel wissen und sich für vernünftige Einwanderer in Deutschland einsetzen!
    Also, bitte holt die Familie aus Bulgarien wieder,denn Deutsch sprechen sie schon-Bulgarisch auch noch lernen,was soll dieser Blödsinn-ich bitte sehr um Mitdenken und nicht hirnloses Erfüllen von Gesetzen,die unmenschlich sind!!!

  • Elke Frings 9. April 2021 @ 11:23

    Wenn straffällig gewordene geduldete Männer in das immer noch Bürgerkriegsland Afghanistan abgeschoben werden empfinde ich das schon als extrem schwierig. Aber eine Familie, die seit Jahren mit ihren Kindern aus Syrien auf der Flucht ist und sich seit drei Jahren endlich in geordneten integrierten Verhältnissen befindet, nur aus Gründen von Paragraphen in ein Land wie Bulgarien abzuschieben ist für unser Land beschämend. Ja ich schäme mich für unsere Verwaltung! Denn sie nutzt die Möglichkeiten, die ebenfalls in Paragraphen festgehaltenen sind, nicht aus!

  • Wilfried Wissner 9. April 2021 @ 11:42

    Ich schäme mich nur noch für dieses Deutschland!

  • Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge (CAF) 9. April 2021 @ 11:45

    Unsere Solidarität gilt der abgeschobenen Familie und den Unterstützerinnen und Unterstützern. Auch wir in Marburg und Umgebung haben immer wieder mit Abschiebungen zu tun. Gerade jetzt droht zwei kleinen Mädchen, die mit ihren Müttern geflohen sind, die Rückführung. Wo sie herkommen, ist Genitalverstümmelung für Mädchen leider noch an der Tagesordnung. Das hat aber weder die entscheidende Behörde noch das Verwaltungsgericht beeindruckt. Abschiebung ist in Hessen leider zur Verwaltungsroutine geworden. Das darf nicht so bleiben. Für alle Helferinnen und Helfer empfehle ich Handreichungen der Liga der freien Wohlfahrtsorganisationen. Dort erfährt man, wie man sich gegen Abschiebungen auf legale Weise zur Wehr setzen kann.
    U. a. hier ist die Broschüre zum Download verlinkt:
    http://mittelhessischer-landbote.de/data/documents/Handreichung-Abschiebungen-aus-der-GU_1.pdf

    Mit solidarischen Grüßen aus Cölbe
    Kurt Bunke (Vorsitzender des CAF e. V.)

  • Gabriele Sparkes 9. April 2021 @ 12:27

    Ich schlage zeitgleich eine Unterschriftensammlung über change.org vor,
    die bei Abschiebungen immer sehr viele Unterzeichner und Unterstützer findet
    und häufig zum Erfolg führt oder beiträgt.

    Auch diese kann man dem Petitionsausschuss des Hessischen Landtages vorlegen.

  • Jürgen Wilcke 9. April 2021 @ 12:33

    Da sieht man mal wie tief dieses Land gesunken ist. Ich schlage vor das ganze weiter in den Medien anzuheizen und vor der entsprechenden Behörde eine Sitzblockade, natürlich unter Einhaltung der Corona Vorgaben zu organisieren, zu der ich gerne auch aus dem schönen Frankfurt anreisen würde. Ferner sollte man auch vor den Privatadressen der Verantwortlichen, die sich ansonsten gerne hinter ihrem Schreibtisch verstecken, zu stummen Protesten versammeln. Aber wichtig, keine Gewalt gegen Menschen und Sachen!!!

  • Hans-Peter Köhler 9. April 2021 @ 12:49

    Was die hessische Landesregierung aus CDU und den, ach, so humanen und immerzu menschelnden GRÜNEN praktiziert, sind schlicht Deportationen. Leider benennt dies niemand. Deportationen gab es in diesem Land schon einmal.
    Ich wünsche den Aktiven der Schule in dieser Sache Hartnäckigkeit, Mut, Ausdauer und auch Kampfgeist – und natürlich den Erfolg, dass die Familie Kheder so schnell wie möglich wieder hier ist.
    Der Familie wünsche ich, dass sie nicht verzweifelt und untergeht, sondern dass sie möglichst schnell wieder vom nächsten Flughafen abgeholt und in ihr hessisches Zuhause gebracht wird.

  • Gabriele Sparkes 9. April 2021 @ 13:25

    Walter Lübcke hat sich für geflüchtete Menschen eingesetzt und wurde deshalb von Rechtsextremisten ermordet.
    Die Walter-Lübcke-Schule wurde nach ihm benannt. Nun schiebt eine hessische Behörde Schüler aus dieser
    Schule ab. Das ist nicht zu fassen.

  • Thomas Günther 9. April 2021 @ 14:44

    (…) Liebe Entscheider aus der Politik: Tut alles, dass die Familie wieder in unserem Land sicher und friedlich leben kann.

  • Roland Wolf 10. April 2021 @ 12:53

    Ich finde es sehr beschämend, wie sich die Landesregierung, auch getragen von den Grünen, mit den ihr unterstellten Behörden gegenüber integrierten Schutzsuchenden verhält. Das ist unmenschlich und widerspricht den immerzu beschworenen Werten unserer Gesellschaft. Bitte holt diese Familie zurück !!

  • Angelika Guidry 12. April 2021 @ 9:56

    Ein Armutszeugnis, wie sich unsere Politik geflüchteten Menschen gegenüber verhält. Nicht nur innerhalb Deutschlands, wo viele Menschen jede Nacht Angst davor haben müssen, dass die Polizei vor der Tür steht, um sie in einer Nacht- und Nebelaktion abzuschieben. Auch an den europäischen Außengrenzen werden die Menschen, die Schutz suchen, im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten und unmenschlichst behandelt.

    Europa, Deutschland, was maßt du dir an? Sind Menschlichkeit, Empathie und Solidarität gänzlich verloren gegangen? Ganz zu schweigen von der christlichen Einstellung, die genau diese Unmenschlichen angeblich angeblich so sehr schützen wollen…

  • Wedel, Hans 12. April 2021 @ 22:57

    Aus eigener Erfahrung als Lehrer, der zusammen mit der Schulgemeinde der Helmholtzschule in Frankfurt/M. eine Petition gegen die Abschiebung einer kroatischen Schülerin in das Kriegsgebiet (serbische Republik in Bosnien) im März 1999 auf den Weg gebracht hat, weiß ich, wie wichtig die breite Unterstützung von Mitschüler*innen, Lehrkräften, Eltern, Parteigremien, Institutionen wie Kinderschutzbund, Pro Asyl usw. ist. Jeder muss dabei auch Pressearbeit betreiben und es müssen Kampagnen bzw. darauf bezogene Projekte über längere Zeit aufrecht erhalten werden. Nach ca 15 Monaten war unser “Kampf” gegen die Abschiebung der Schülerin I.K., damals 6. Klasse, erfolgreich. Sie hat an der Helmholtzschule Abitur gemacht. Es gibt dazu eine Dokumentation, die ebenfalls zur Mobilisierung erfolgreich genutzt worden ist.

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